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Mit
Kondenstrockner billiger, sauberer und bequemer als mit Wärme
Früher:
Entfeuchtung durch Heizen und Lüften
Das Prinzip
des Trocknens oder Entfeuchtens durch Heizen und Lüften wurde
in grauer Vorzeit bereits von den Höhlenbewohnern praktiziert.
Die Funktion basiert auf den physikalischen Gegebenheiten, dass
warme Luft mehr Wasserdampf aufnehmen kann als kalte Luft und dass
sie bei der Zirkulation auch bestrebt ist, Feuchtigkeit von den
Oberflächen der Gegenstände abzulösen. Das althergebrachte
Trocknungsverfahren besteht also aus

dem Beheizen
und dem anschließenden, ggf. auch gleichzeitigen Lüften.
Die erwärmte Luft ist somit das "Transportmittel"
für das dem Raum oder den Gegenständen zu entziehende
Wasser. Um die Feuchtigkeit aus dem Raum hinauszutransportieren,
ist es erforderlich, die zuvor durch Heizen erwärmte Luft mit
der Feuchtigkeit aus dem Raum herauszulassen, der gesamte Energieeinsatz
für die Lufterwärmung geht deshalb zwangsläufig verloren.
Solange die Energie wenig gekostet hat, war das sicher ein zweckmäßiges
Verfahren; durch die steile Energiepreisentwicklung im Laufe der
letzten Jahre ist diese Methode aber sehr unwirtschaftlich geworden.

Heute:
Entfeuchten durch Kondensationstrocknung
Die Wilms-Luftentfeuchter
(auch Kondenstrockner genannt) basieren auf dem Kondensationsprinzip.
Im wesentlichen bestehen die Geräte aus einer hermetisch gekapselten
Kältemaschine mit Verdampfer und Kondensator, weiterhin aus
einem Gebläse, dass die Raumluft zunächst durch die Lamellen
des Verdampfers drückt, wo sich der Wasserinhalt bei Berührung
mit der kalten Oberfläche niederschlägt und aufgefangen
wird.

Weiterhin durchläuft
der Luftstrom die Lamellen des Kondensators und wird dadurch wieder
in etwa auf Raumtemperatur gebracht. Der in der Raumluft enthaltene
Wasserdampf wird also durch Abkühlen bis unter den Taupunkt
zum Kondensieren gebracht. Anders als beim Trocknen mit Wärme,
erfolgt die Kondenstrocknung stets im Umluftbetrieb, also bei geschlossenen
Fenstern und Türen.

Die Geräte arbeiten bei normalen Umgebungstemperaturen, so
dass auch sie dort eingesetzt werden können, wo sich Personen
aufhalten. Ist in dem zu trocknenden Raum ein Abfluss vorhanden,
so kann der im Gerät enthaltene Wasserbehälter entfernt
und stattdessen ein Schlauch angeschlossen werden, der das Wasser
direkt ableitet. So kann ein völlig wartungsfreier Betrieb
erfolgen. Soll über einen längeren Zeitraum eine bestimmte
Luftfeuchte nicht überschritten werden, so können die
Geräte über einen einstellbaren Hygrostaten automatischen
zu- und abschalten werden. Gegenüber der Entfeuchtung durch
Heizen und Lüften ist die Kondensationstrocknung erheblich
wirtschaftlicher, weil der Energieeinsatz nur einen Bruchteil ausmacht
und sogar einen Beitrag zur Raumheizung leistet.
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